Huhu! Eine kurze Meldung!

Hallöchen ihr Lieben! 🙂
Keine Sorge, ich habe den Blog nicht vergessen. Ganz im Gegenteil, er ist mir stetig präsent und es sind auch viele neue Ideen aufgeschrieben.
Doch momentan lässt es mein Zustand nicht wirklich zu produktiv zu sein.

Ich freue mich, euch hoffentlich bald wieder neuen Lesestoff zu bieten und ich hoffe, ihr freut euch. 🙂

Gaaanz viel Liebe an euch.
Passt auf euch auf! ♥

Der schwarze Hund

Hallo, ich bin Pika und ich habe einen großen schwarzen Hund.

Nein, nicht bei mir zuhause, sondern in meinem Kopf. Im Allgemeinen ist er unter dem Namen „Depression“ bekannt.
„Depressionen? Ach ja, das ist, wenn man immer so traurig ist.“ werden sich jetzt einige denken.
Aber dies ist nicht immer der Fall, zumindest nicht bei mir. Für alle kann ich natürlich nicht sprechen und diese Krankheit kann sich sehr verschieden äußern.

An dieser Stelle möchte ich einmal Torsten Sträter zitieren, der einst sagte: „Mich stört es nicht mal, dass manche Leute Depressionen mit dem so genannten ‚scheiße drauf sein‚ verwechseln. Wir können das trotzdem kurz klären…
Scheiße drauf sein ist wie ein ‚Tatort‘ mit den Muppets: Nicht das Gelbe vom Ei, geht aber vorbei. Depressionen hingegen sind wie alle drei Teile ‚Herr der Ringe‘. In Zeitlupe. Mit Jean-Claude van Damme als Gandalf und Musik von Andrea Berg. Sie sehen den Unterschied.“

Ich gebe zu, dieser Vergleich ist seltsam.
Aber zum Lächeln gebracht hat es mich doch.
Wenn man Dingen mit Humor begegnet sind diese oftmals nicht mehr so schlimm. Ich habe immer versucht mir selbigen zu bewahren.
Und selbst, wenn ich mal wieder in dem kleinen Raum am runden Tisch mit meiner Therapeutin sitze und über meinen psychischen Zustand spreche, lasse ich es mir nicht nehmen auch mal einen Spruch zu bringen. Sie schätzt diese Eigenschaft sehr an mir.

Hier möchte ich eine kleine Geschichte aus einer der ersten Sitzungen einstreuen:
Es kam zu der klassischen Frage, ob das Glas nun halb voll oder halb leer sei. Ich entgegnete erst mit einem kurzen, verwirrten Blick und meinte dann: „Nunja, eigentlich ist es ganz voll. Halb Luft und halb Wasser. Oder wenn man es als halb voll betrachtet, kann man es auch in ein kleineres Glas schütten und aufhören zu heulen.“
Sie hielt kurz inne, schrieb etwas auf und lachte.

Was ich damit eigentlich nur zeigen will ist, dass die Krankheit Depression und die Therapie nichts sind, wovor man Angst haben müsste.

Ich habe die Therapie auch lange Zeit (sogar viele Jahre) vor mir hergeschoben, doch jetzt langsam, nach ca. vier oder fünf Monaten bemerke ich langsam Besserung.
Nicht in meinen Emotionen, meinem Verhalten und meinen Gedanken, sondern daran, wie ich mit der Krankheit umgehe.

Ich möchte nicht mehr schweigen.
Ich möchte offen und ehrlich darüber reden.
Tabus brechen.
Ohne Maske und Verschönerungen.

Denn es ist wichtig!


Mich definiert nicht meine Krankheit.

Diese Beerdigung fühlte sich an wie meine eigene.

Nun ist er da, der 27.3.17. Der Tag, vor dem ich große Angst habe.
Es ist genau 1 Jahr her, als ich dich verlor.
Dich, meinen besten Freund.

Ich weiß noch genau, wie ich es erfuhr und nicht glauben wollte.
Es war Nacht und ich schaute aus unerfindlichen Gründen bei Facebook rein, was ich sonst nie tat.
Ich scrollte also runter und irgendwann las ich etwas, was mich zunächst ratlos zurück lies.
„Rest in piece, Großer!“

…Bitte was!? Wie? Wann? Wo?

Ich schaute mir deine Pinnwand an. Sah, dass schon einige andere, mir bekannte wie unbekannte, viele Worte hinterlassen hatten. Und irgendwann las ich etwas von „Autounfall“.
Ich googelte schnell, wann sich hier in der Nähe ein Unfall ereignet hatte. Und ich wurde fündig.
Ich las mir den Artikel genau durch. Und noch einmal. Und ein drittes mal. Doch glauben konnte ich es noch immer nicht.

Vier Personen im Auto gewesen. Fahrerin und Beifahrerin haben überlebt. Du und deine Freundin waren sofort tot.

Ich saß regungslos da, auf mein Handy starrend.
Und auf einmal realisierte ich und meine Tränen liefen mir die Wangen hinunter.
Ich rang nach Luft und mir wurde schwindelig.
Ich ging zu meiner Mutter und sie war ebenso fassungslos.
Doch irgendwann schlief ich ein.

Denn auch der grausamste Tag hat nur 24 Stunden.

Am nächsten Morgen war ich sehr früh wach und einige meiner Freunde schrieben mir. Sie hatten die Zeitung gelesen oder aus meinen Posts auf diversen Social Medias Schlüsse gezogen. Ich solle mich an sie wenden, wenn ich wen bräuchte.
Doch ich fühlte mich in diesem Moment relativ okay. Traurig, aber okay.
Wenige Tage später erschien die Traueranzeige und auch die Beerdigung war nicht weit.
Ich wollte hin, das war mir klar. Ich wollte dort für mich einen „Abschluss“ finden, wenn man das so nennen kann.
Ich glaube, ich hätte es bereut, wäre ich daheim geblieben.

Und auch dieser Tag kam und ich fuhr mit meiner Mutter hin.
Der Pastor erzählte Geschichten und es war einfach schön. Vor allem, weil ich dich genau so kannte!
Und trotz der traurigen Stimmung konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Diese Geschichten waren einfach du. Zu 100%. Vielen erging es ähnlich wie mir.

Am Ende spielten sie das Lied „Trough Glass“ von „Stone Sour“.
Und auch dieses Lied war perfekt.
Durch dich habe ich so viel gute Musik kennengelernt und genau dieses haben wir beide so oft gemeinsam gesungen. Es brach mir das Herz.
Auch heute, 1 Jahr später, kann ich es noch immer nicht hören ohne an meinen Tränen zu ersticken.

Am 28.7.16 lies ich mir ein Tattoo für dich stechen. Es ist ein „Erinnermich“ aus „Harry Potter“.
Und damit trage ich dich immer bei mir. Ein Leben lang.

Ich möchte mich bei dir bedanken, mein Poro.
Du hast so viel für mich getan, es wäre zu viel um es alles niederzuschreiben.
Danke für die gemeinsame Zeit und die Erlebnisse.

Warte auf mich, wo du bist…

Ich komme nach.

If I can’t love you as a lover, I will love you as a friend

Ich glaube, die meisten von uns haben dies schon einmal erlebt: Wir lernen jemanden kennen, vielleicht auch etwas besser und man entwickelt Gefühle für den anderen. Selbiger allerdings nicht.
Ich hatte das „Vergnügen“ dies gleich zwei mal mitzumachen.

Doch was macht man am besten?
Sich abwenden und vergessen?
Mit demjenigen weiter in Kontakt stehen und so tun, als wäre alles okay?

Ich entschied mich beide male für die zweite Lösung.

Das erste mal war es gut so, er wusste auch nichts davon. Dementsprechend sprachen wir nie darüber und ich konnte ihn einfach als Freund behalten.

Das zweite mal allerdings bereitete es mir wirklich Schmerzen und auch heute noch, obwohl es mittlerweile eh völliger Unfug wäre.
Doch von Zeit zu Zeit kommt dieser Gedanke in meinen Kopf: „Was wäre, wenn es etwas geworden wäre?“ Und die meiste Zeit lächle ich dann.
Und ich erinnere mich, was ich durchgemacht habe.
Die Gefühle waren zu stark, als dass ich sie hätte unterdrücken können. Also vertraute ich es ihm an.
Ich empfinde Emotionen sehr, sehr stark und so auch dieses Verliebtsein.
Und ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen, als ich meine Nächte opferte für Gedankenspiele und mich heimlich nach Mitternacht aus dem Haus schlich um einen Spaziergang zu machen und den Kopf etwas freier zu bekommen.

Doch es muss wahr sein, was die Leute sagen:
Das nur die Zeit den Schmerz heilen kann.
Denn jeden Tag bemerke ich, wie er ein Stück verschwindet.

Heute kann ich ganz gut mit der Situation leben, auch, wenn ich manchmal etwas eifersüchtig werde, obwohl ich keinen Grund dafür habe.

Doch lieber habe ich einen besten Freund, mit dem ich spätestens nach dem über alles reden kann, als einen großen Scherbenhaufen.

If I can’t love you as a lover, I will love you as a friend. ❤

„Mein Leben ist ein guter Trailer, doch ein schlechter Film.“

Dieser Satz stammt aus einem Lied, dessen Lyrics ich mal irgendwo aufgeschnappt habe.
Beim Überfliegen des Textes blieb mir dieser Abschnitt im Kopf.

Doch warum?
Ganz einfach: Es passt viel zu gut auf mich.

Ein Trailer, der gute Laune verbreitet, Stimmung macht, Lust auf mehr. Die Farben sind leuchtend, fast schon grell. Doch der Film? Man beäugt ihn kritisch. Die besten Szenen kennt man schon. Er ist trist, die Farben verwaschen und ausgeblichen, als hätten sie keine Kraft mehr. Dieser Film möchte etwas aussagen, doch man kommt nicht richtig dahinter.
Er nimmt die positive Stimmung und wandelt sie in Unwohlsein, Melancholie, fast schon Traurigkeit.

Nichts, was man gerne fühlen möchte.

Bei Kritikern unbeliebt. Spartenfilm. Nur wenige lassen sich überhaupt darauf ein, wollen nicht nur den oberflächlichen Trailer genießen, sondern mehr erleben. Die ganze Bandbreite. Alle Facetten.

Doch was bedeutet das jetzt alles?

Der Trailer ist das, was ich von mir preisgebe, zumindest die meiste Zeit. Dieser Zustand ist für die meisten gut so, wenn auch manchmal anstrengend. Humor, Witz, gute Laune, fröhliches Gemüt, welches ab und an viel zu aufgedreht ist.

Der Film ist meine „persönlichere“ Seite. Nur sehr wenigen zeige ich ihn, erzähle Hintergrundwissen, versuche sie durch die Welt meiner Gedanken und Gefühle zu führen, die ich selbst manchmal nicht so ganz verstehe.

Diese Leute, die sich wirklich dafür interessieren und bei einem bleiben, die sind wichtig.

Genau die muss man behalten!

Ein herzliches Willkommen!

Ein Beginn…

Zuerst einmal: Schön, dass du auf diese Seite gefunden hast! ♥

Doch was habe ich hier vor? Was soll hier entstehen?
Meine Vorstellungen sind im Grunde ganz einfach:
Wie es der Name „Quasitagebuch“ vermuten lässt wird es hier… nunja, quasi ein Tagebuch.
Gedanken und Themen, die mich beschäftigen sollen hier in niedergeschriebener Form ihren Platz finden.

Ich hoffe, dass du mich an diesem schönen Plätzchen öfter mal besuchen wirst. 🙂